Ein Mann beobachtet einen Holzfäller, wie er unter größter Anstrengung Bäume absägt. „Ihr Sägeblatt ist ganz stumpf“, bemerkt der Mann. „Sie müssen es schärfen, dann geht alles viel besser“. „Schärfen?“, fragt der Holzfäller. „Dazu habe ich keine Zeit; ich muss doch sägen!“

Coaching ist eine wirksame Lebenshilfe, deren Inhalte, wie ich finde, bereits den Schülern in der Schule und auch den studierenden Pädagogen als Basis des positiven Denkens mitgegeben werden sollte.Jeder Mensch kann durch verschiedene Techniken, die es ermöglichen, weg vom Negativen und hin zum positiven Denken zu kommen, ins Gleichgewicht finden.Der Mensch schafft sich nämlich seine eigene Wirklichkeit, er ist was er denkt und was er sagt. Denkt und spricht er problembehaftet, wird er auch Probleme erleben. Denkt und spricht er lösungs- und ressourcenorientiert, wird er glücklich und zufrieden sein.

Leider fordert uns das Leben manchmal heraus und konfrontiert uns mit Dingen, die wir schwer alleine bewältigen können. Wir benötigen Unterstützung und Begleitung. Befindet sich der Mensch also in einer Notlage oder ist er in seinen Problemen behaftet, findet er Hilfe bei einem ausgebildeten Coach.Verschiedene Ansätze ermöglichen Lösungen:

Die lösungsorientierte Kurztherapie, hilft dem Klienten, seine Wünsche und Ziele zu verwirklichen, indem er sich seiner Stärken und inneren Möglichkeiten bewusstwird. Gemeinsam mit dem Coach richtet der Klient seinen Blick auf sich selbst und überlegt, wann und wie es ihm schon einmal gelungen ist Probleme zu lösen. So entdeckt er sich selbst mit all‘ seinen positiven Eigenschaften. Diese Erkenntnis ermöglicht es dem Klienten mit neuer Kraft und Energie ins Leben zu gehen und seine Problembaustellen zu bewältigen.

Im NLP befasst sich der Klient vorwiegend mit seinen alten Mustern, seinen negativen Glaubenssätzen, die es gilt, in neue positive Glaubenssätze umzuwandeln und zu speichern.

Die systemische Psychologie wirkt durch prozesshaftes Verändern von Haltungen und Sichtweisen. Am Systembrett stellt der Klient seine problemhafte Situation auf und arbeitet an einer positiven Entwicklung der Lage. Die Figuren sind Platzhalter für Personen und andere Lebewesen. Sie können aber auch Gefühle darstellen. Zum Beispiel kann der Klient während der Aufstellung merken, dass er viel zu ernst in der Sache verhaftet ist und holt sich als Platzhalter eine Figur, die „Spaß“ bedeutet. Wo steht diese Figur: ganz nah, ganz weit weg? Durch systemisches Verändern einer Situation gerät Bewegung in das Geschehen, es entsteht eine neue Dynamik, die neue positive Handlungsräume erschließt.

Das Autonomietraining hilft dem Klienten, herauszufinden, sich im ersten Schritt selber kennen zu lernen und im zweiten Schritt zu erfühlen, was ihm guttut. So bewegt sich jeder Mensch in den Bereichen „Handeln-Fühlen-Denken“. Durch das Basiswissen der Psychographie findet er heraus, was wichtig für ihn ist und wie er den nächsten Schritt gehen kann, um ins Gleichgewicht zu finden.

Im Coaching ist der Klient in jedem Moment selbstgesteuert und arbeitet aktiv an seinen individuellen Lösungsmöglichkeiten. Der Coach begleitet und lenkt diesen Prozess.

Arbeit am Systembrett

Mittels einer Aufstellung von Holzfiguren auf einem Holzbrett macht man Systeme innerhalb von Gruppen, Teams im Beruf und Firma sowie im inneren Team sichtbar und bewusst.

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte – das gilt auch im Bereich der Beratung und Therapie. Die Arbeit mit dem Systembrett, auch als Beziehungs- oder Familienbrett bezeichnet, wurde in der systemischen Familientherapie entwickelt. Es nimmt in der therapeutischen und beraterischen Praxis mittlerweile einen zentralen Platz ein und ist eine wirkungsvolle Methode, um als belastend empfundene Lebenssituationen zu visualisieren, mittels Figuren aufzustellen, komplexe Beziehungszusammenhänge darzustellen und auf eine kreative Art und Weise damit weiterzuarbeiten. Das Systembrett hilft, Probleme anders zu verstehen, Perspektivwechsel anzuregen, die Sichtweise der anderen zu verstehen und unmittelbar ressourcenorien-tierte Zielbilder zu entwickeln. Auch sehr komplexe Situationen oder Beziehungen bekommen so eine – oft erstmals – sichtbare Struktur. So kann es zu effektiven und schnellen Lösungen kommen, daher ist das Systembrett bestens geeignet für kurzzeittherapeutische Interventionen. Das Spielerische und Lockere, Flexible und Ganzheitliche der Arbeit mit dem Systembrett begeistert KlientInnen und BegleiterInnen gleichermaßen.

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